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Die Finanzspritze der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung übergibt WTSH-Geschäftsführer Dr. Bernd Bösche (rechts) an (von links) Ingenieur Klaus Lüking und Geschäftsführerin Nicole Schroeter von Firma Scheer (Foto: Reißig)Wörden - Wenn die Menschen sich in diesem Winter über wahnsinnig gestiegene Ölpreise ärgern, sind das gute Zeiten für Firma Scheer in Wöhrden. Ihre Ingenieure arbeiten beständig daran, die Heiztechnik zu optimieren und den Ölverbrauch zu senken- mit großem Erfolg.

Mit ihrem Ölbrenner "Blautherm- DUO", für den sie 1999 mit dem Schmidt- Römhild- Technologiepreis ausgezeichnet wurden, können Kunden bis zu 30 Prozent Öl sparen ( im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen mit Gelbbrenner). Die tiefblaue Flamme, die beim Start des Scheer-Brenners zu sehen ist, zeigt, dass das Heizöl nahezu komplett vergast wird und dadurch äußerst effektiv nahezu schadstofffrei verbrennt. Dazu haben die Scheer- Mitarbeiter eine besonders gut brennbare Mischung von Öl und Luft ausgetüftelt.

Jetzt wollen die Ingenieure noch einen draufsetzen und die Technologie weiter ausfeilen. Dafür wollen sie die Katalysator- Technik aus der Automobilindustrie auf Heiztechnik übertragen. Kern des neuen Verfahrens ist weiterhin der Blautherm-DUO, erklärt Diplom-Ingenieur Klaus Lüking gestern bei der Projektvorstellung. Mit Hilfe der Lambdasonde soll künftig der Blautherm-Brenner bei laufendem Betrieb kontinuierlich nachgeregelt, also das Öl-Luft-Gemisch sehr fein und permanent ausgesteuert werden. So wird die Verbrennung noch weiter optimiert und auf die Qualitätsschwankungen beim Öl und die unterschiedliche Auslastung der Heizung( Hochbetrieb im Winter und geringe Auslastung im Sommer) abgestimmt.

"Es ist eine enorme Herausforderung gerade für kleine und mittlere Unternehmen, neue Technologien zu entwickeln und diese dann noch in den Markt zu bringen", betont der Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein ( WTSH), Dr. Bernd Bösche. Nach "intensiver Recherche" und der Feststellung, dass Firma Scheer bei ihrer Neuentwicklung Vorreiter in Deutschland ist, entschloß sich die WTSH, 130.600 Euro Fördermittel zu den insgesamt 300.000Euro Entwicklungskosten beizusteuern. "Das ist nicht die Hilfe für Bedürftige, sondern die Auszeichnung von Spitzenunternehmen", unterstreicht Bösche. Es sei Aufgabe der WTSH, Unternehmen, die mit ihren Technologien an der Spitze mitmarschieren können, zu fördern. Die neue Technik ist "gedanklich durchentwickelt", versichert Lüking. Doch bis September 2007 werden die Scheer-Ingenieure noch brauchen, um die Brenner mit Lambdasonde auf den Markt zu bringen. Auch die bisherigen Blautherm-DUO-Brenner soll es weiterhin geben.

Parallel dazu will Firma Scheer, die bisher vor allem in Norddeutschland, aber auch in Bayern, Österreich und der Schweiz verkauft, das Geschäft in Süddeutschland ausbauen, erklärt Nicole Schroeter, die seit einem Jahr Scheer-Geschäftsführerin ist. Dafür sollen Produkte und Service von Scheer auch über elektronische Datenleitung verfügbar sein und dadurch vor allem Kundendienst und Vertrieb bzw. Verkauf verbessert werden, u.a. soll ein Internet-Portal eingerichtet werden. Für diese betriebsinterne Modernisierung stellt die WTSH noch einmal 43.750 Euro zur Verfügung. Wenn die Neuentwicklungen sich am Markt etablieren, soll die Mitarbeiterzahl in drei bis vier Jahren um 20 angestiegen sein. Zur Zeit beschäftigt Scheer Heiztechnik 30 Mitarbeiter.

Dithmarscher Landeszeitung vom 12.01.2006, von Wiebke Reißig

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