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Wöhrden - Vor den Ortsgrenzen von Wöhrden tobt die Nordsee. Die Meere werden von Piraten beherrscht, die das Leben der ehrbaren Kaufleute schwer machen. Wir schreiben das Jahr 1281. Ein historisches Jahr: Nur wenige Kilometer von Wöhrden entfernt wurde auf dem Meldorfer Friedhof eine Art Nichtangriffspakt zwischen 13 Kirchspielen der damals freien Republik Dithmarschen und einer Abordnung des Hamburger Senats geschlossen. Der Vertrag wäre längst in Vergessenheit geraten, wenn nicht eines der damals vertretenen Kirchspiele ihn anlässlich der 725-Jahr-Feier der Gemeinde wiederentdeckt hätte. Es war Peter Schoof, Bürgermeister von Wöhrden, der 2006 den Vertrag erneuern und mit Siegeln versehen ließ.

Wollen die Zusammenarbeit weiter ausbauen: Bürgermeister Peter Schoof (links) und Bürgerschaftspräsident Dr. Lutz MohauptEinen Hafen hat die kleine Dithmarscher Gemeinde längst nicht mehr. Und Piraten kreuzen auch nicht mehr an der Nordseeküste. Aber auch heute dreht sich alles um Wirtschaft und Handel. Bisher beschränkte sich der Austausch auf gegenseitige Besuche. Dem umtriebigen Bürgermeister aus Dithmarschen ist dies zu wenig. Viel zu wenig. Ein Gremium soll ins Leben gerufen werden. Gemeinsam sollen Hamburger und Wöhrdener - nebst Umland - wirtschaftliche Potenziale nutzen. Damit dies nicht nur leere Versprechungen sind, lud Schoof hochrangige Vertreter aus Kiel und Hamburg ein. Darunter auch Wirtschaftssenator Axel Gedaschko, in dessen Adern auch ein wenig Dithmarscher Blut fließt.

Die Idee passt ins Konzept des Kreises und des Landes. Dithmarschen versucht, sich als selbstbewusster Partner in der Metropolregion Hamburg zu behaupten. "Nur gemeinsam sind wir stark", betonte Landrat Dr. Jörn Klimant. Zudem rücken die Landesregierungen von Kiel und Hamburg immer enger zusammen - "um Doppelstrukturen zu vermeiden", wie Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang aus Kiel betonte.

Eines hat die Veranstaltung auf jeden Fall schon erreicht: Wöhrden ist bekannter geworden. Unumwunden gab Bürgerschaftspräsident Dr. Lutz Mohaupt zu, dass er bis dahin die kleine Gemeinde gar nicht kannte. Erst jetzt ist Mohaupt die historische Dimension, die die Hansestadt mit der Dithmarscher Gemeinde verbindet, bewusst geworden - die Wurzeln, die bis in die Gegenwart hineinreichen. "Wir sind so etwas wie das Standesamt von Wöhrden."

Die Hansestadt braucht das Umland. Mit 7,1 Millionen Einwohner sei Hamburg als Weltmetropole zu klein, so der Bürgerschaftspräsident. Nur mit den Einwohnern der Metropolregion sei dies zu erreichen. Klimant, der Dithmarschen als nördlichen Außenposten der Metropolregion sieht, hört das gerne. Zumal er gegen das Vorurteil kämpft, dass die ländliche Region nicht wettbewerbsfähig ist. Der Landrat sieht Dithmarschen eher als "Garten der Metropolregion" und möchte gerne gemeinsame Projekte mit der Hansestadt starten und neue Wege gehen. Klimant: "Wir reichen Hamburg die Hand."

Von Angela Schmid /
Norddeutsche Rundschau vom 30.04.2010

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