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Innovative Technologien und die Integration älterer und behinderter Menschen schließen sich nicht aus: Das beweist eindrucksvoll die SCHEER Heizsysteme & Produktionstechnik GmbH in Wöhrden (Kreis Dithmarschen). Das Unternehmen entwickelt und produziert energieeffiziente Heizsysteme und hat auf der internationalen Messe für Heiztechnik ISH in Frankfurt mit dem weltweit kleinsten Ölbrenner-Kessel auf sich aufmerksam gemacht. Nur 50 mal 38 mal 52 Zentimeter groß und mit einer Leistung von sechs Kilowatt ist sein Einsatz bereits bei modernen Yachten seit zwei Jahren erprobt. „Wir arbeiten schon an einer Weiterentwicklung für den Hausbedarf und bringen das Produkt im Juli 2011 auf den Markt“, berichtet die 30-jährige SCHEER-Geschäftsführerin Nicole Schroeter. Durch bessere Baustoffe und den Einsatz regenerativer Energien bei Gebäuden werden kleinere Leistungen in der Heiztechnik sinnvoll, fügt sie hinzu.

Beitrag zum Klimaschutz

Der kleinste Brenner arbeite nach der Zerstäubungstechnik und habe eine neue intelligente Regelung für das Luftgebläse, wodurch er beste Verbrennungs- und Abgaswerte bei einer Flammentemperatur von bis zu 1450 Grad Celsius erreiche. „Mit unserer Innovation leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, denn bei der TÜV-Zertifizierung lagen die Immissionswerte weit unter den zulässigen gemäß Bundesimmissionsverordnung“, freut sich Schroeter.

 

Ausgewählter Ort 2011 im Land der IdeenÜberreichung der Urkunde "Land der Ideen" von Herr Peter Harry Carstensen an Geschäftsführerin Frau Schroeter

An diesem Erfolg sind insgesamt 20 Mitarbeiter beteiligt. Ein Drittel von ihnen sind Menschen mit Behinderungen und ein Viertel ist älter als 50 Jahre. Seit 2004 ist SCHEER ein Integrationsunternehmen und die Zeit hat gezeigt, dass sich Inklusion und Innovation nicht widersprechen. Für diesen konsequenten sozialen Einsatz ist das Unternehmen jetzt als „Ausgewählter Ort 2011 im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden. 2600 Bewerber gab es in diesem Jahr für den Innovationswettbewerb der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft. In Schleswig-Holstein haben sich sechs Orte durchgesetzt. „Mit unserer Auswahl freuen wir uns, den Preis nach Dithmarschen geholt zu haben, übrigens als einziges Industrieunternehmen unseres Bundeslandes“, sagt Schroeter nicht ohne Stolz.

Nanotechnologie in Heizsystemen

Das 1953 gegründete Unternehmen ist in der Vergangenheit schon mehrmals Vorreiter gewesen - so 1974 mit dem ersten Gasgebläsebrenner - und erhielt 1983 für einen Ölbrenner weltweit das erste Umweltzeichen „Der Blaue Engel". Firmengründer Rudolf Scheer hatte zahlreiche Patente angemeldet. „Dieser Geist ist in der Firma geblieben“, betont Schroeter und so werde weiter an einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Heiztechnik gearbeitet. „Mit neuen Technologien können wir auf dem Markt bestehen. Deshalb betreiben wir Forschung auch in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen des Landes“, erklärt Schroeter. Anfang letzten Jahres erhielt SCHEER zusammen mit der Fachhochschule Kiel in einem bundesweiten Wettbewerb den Zuschlag vom Bundesforschungsministerium, Nanotechnologie in der Heizungstechnik zu erforschen und einzuführen. Eine Beschichtung mit Nanopartikeln soll die Effizienz des Materials erhöhen und gleichzeitig Kosten senken. Hauptsächlich geht es dabei um Flammenrohre, die sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Derzeit laufen bei SCHEER erste Langzeittests. Dieses Projekt wird im Februar 2012 abgeschlossen sein


Quelle: Wirtschaftsland-sh.de, 12.7.2011

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