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Hamburg und Wöhrden wollen wirtschaftlich enger zusammenrücken

Dithmarscher Landeszeitung vom 27.04.2010
Wöhrden - Sie haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam - Hamburg und Wöhrden. Und doch besteht seit über sieben Jahrhunderten ein Band zwischen der Handelsmetropole und dem Dithmarscher Dorf.

Gestern besuchte eine hochrangige Delegation aus der Hansestadt an der Elbe Wöhrden. Um im Rahmen der langen und besonderen Freundschaft die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auszuloten. „Auch wir Wöhrdener und die gesamte Region haben einiges zu bieten", betont Bürgermeister Peter Schoof. Vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien hätten sich in den vergangenen Jahren sowohl in der Marsch als auch im gesamten Heider Umland einige Unternehmen einen Namen gemacht. „Vor eineinhalb Jahren waren wir mit einer Delegation in Hamburg, jetzt folgt der Gegenbesuch", sagt Schoof. Diese Treffen in größerer Runde sollen für kulturelle, soziale oder wie im gestrigen Fall für wirtschaftliche Impulse sorgen. Ziel sei, so Schoof, die mittelfristige Zusammenarbeit von Dithmarscher und Hamburger Unternehmen, um positive Effekte auf beiden Seiten der Elbe zu erreichen. „Es geht um Kooperationen, beispielsweise bei Technik und Arbeitsplätzen."

Ähnlich sieht es Dr. Lutz Mohaupt. „Mit rund 1.7 Millionen Einwohnern ist Hamburg eigentlich zu klein für eine Weltstadt", sagt der Präsident der Hamburger Bürgerschaft. Nur als Zentrum einer starken Region könne sich die Hansestadt zu einem „echten Tor zur Welt" entwickeln. Folglich sei auch den Verantwortlichen in der Großstadt daran gelegen, die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Umland auszubauen und zu festigen. „Gemeinsam sind wir stark", sagt Landrat Jörn Klimant und bekräftigte damit das Interesse des Kreises. „Wir reichen Hamburg die Hand." Gerade für Pilotprojekte wäre Dithmarschen ein geeigneter Standort. Das sah auch Bürgermeister Schoof so. Noch während des gestrigen Treffens machte er den Vorschlag, ein Gremium zu bilden, dass konkrete Ansätze für eine intensivere Kooperation der beiden Orte finden soll.

Freundschaft seit 1281

Hamburg WappenWöhrden WappenAm 7. Mai des Jahres 1281 wurde zwischen Hamburg und der Gemeinde Wöhrden ein Vertrag geschlossen, der unter anderem den gegenseitigen Schutz der Kaufleute zu Wasser und zu Lande beinhaltete. Der Tag bildet auch die erste urkundliche Erwähnung Wöhrdens. 1281 hieß es: „Wenn Hamburger und Lübecker Bürger oder ihre Gäste von irgendeinem Teil des Landes, sei es wegen eines Notfalls oder aus eigenem Antrieb, in unser Land gelangt sind, so sollen sie an Schiffen, Waren, Leib und Leben von uns geschützt sein und wir werden umgekehrt gleichermaßen Gunst und Frieden in der Stadt Hamburg haben.' Im Jahr 2006, zum 725jährigen Bestehen der Dithmarscher Gemeinde, wurde der Vertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und Wöhrden feierlich verlängert und erneuert. Ein wesentlicher Bestandteil sei die Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen. Aber auch auf kultureller und sozialer Ebene soll auch weiterhin ein reger Austausch herrschen.

Von Christina Hustedt und Christoph Hecht

Prämie beim Kauf einer modernen Heizungsanlage - Rücknahme alter Brenner

Ein starkes Team für seine  Kunden (Foto Hustedt)Wöhrden (cht) In Zeiten von Abwrack- und Umweltprämie bei Autos sollten Besitzer von Eigenheimen auch die Energiebilanz ihrer vier Wände nicht außer Acht lassen. Auch Hausbesitzer können von einer staatlichen Förderung bei der Modernisierung oder dem Neubau der Heizungsanlage profitieren.

Die Firma SCHEER Heizsysteme in Wöhrden stockt dabei den staatlichen Bonus von bis zu 2500 Euro pro Anlage mit einer Sofortlösung auf. Kunden mit einem mindestens neun Jahre alten Brenner der Firma SCHEER können diesen beispielsweise durch einen Blautherm Duo ersetzen. Der Bauherr erhält so nicht nur die besten Umweltwerte sondern auch sofort 114 Euro für einen Blaubrenner und sogar 250 Euro für eine Öl-Brennwertanlage von SCHEER auf sein Konto.
Die Erneuerung alter Heizungsanlagen wird zudem mit einem staatlichen Bonus aus dem "Marktanreizprogramm zur Verwendung erneuerbarer Energien" belohnt. Wird ein Heizkessel z.B. gegen eine Brennwertheizung mit solarer Heizungsunterstützung ausgetauscht, beträgt die Förderung bei zwölf Quadratmetern Sonnenkollektoren 1260 Euro. Hinzu kommt der Brennwertbonus von 750 Euro. Werden zudem die Handwerkerleistungen steuerlich geltend gemacht, kann sich der Zuschuss nunmehr auf 2500 Euro erhöhen.

Wie es funktioniert, erklärt Geschäftsführerin Nicole Schroeter: Gehen Sie in Ihrem Heizungsraum oder schauen Sie auf Ihr letztes Schornsteinfegerprotokoll. Ist Ihre Heizungsanlage von SCHEER und älter als neun Jahre, schicken Sie uns eine E-Mail mit der Bezeichnung, also Brenner- bzw. Gerätenummer und Baujahr. Sie erhalten von uns eine vorläufige Bescheinigung für den Sonderbonus mit allen Einzelheiten zu Ablauf der Prämie von SCHEER." Damit wenden sich die Kunden an ihren Heizungsbauer oder finden ihren Ansprechpartner aus der Region auf der Internetseite scheer-heizsysteme.de.

"Nachdem Sie einen neuen Blautherm® DUO bzw. eine neue DuoCondens installiert haben, schicken Sie uns die vorläufige Bescheinigung von SCHEER mit der Bestätigung Ihres Heizungsbauers über den Einbau. Dann erhalten Sie die Sonderprämie auf Ihr Konto gutgeschrieben", so Nicole Schroeter.

Dithmarscher Landzeitung vom 15.05.2009

SchulprojektAuch die nächste Generation braucht Köpfe und Ideen wie man bewusst heizen kann, aus diesem Grund endete vor kurzem das Schulprojekt "Woher kommt die Wärme" im Hause Scheer. Schulkinder der 3. und 4. Klassen erarbeiteten alles zum Thema Wärme und deren Entstehung. Durch das funktionsfähige Schnittmodell eines Hauses soll nun in Zukunft auch anderen Kindern das Thema Wärme näher gebracht werden.

Seit 1953 engagiert sich die Firma SCHEER Heizsysteme & Produktionstechnik GmbH aus Wöhrden/Holstein für die Umwelt.

Durch stetige Weiterentwicklung der Technik durch die Ingenieure und Techniker wurden nach dem Ölbrenner HP VII immer bessere Ölbrenner entwickelt. So entstand im Laufe der Zeit eine beachtliche Produktpalette. 1999 wurde der Blaubrenner "Blautherm® DUO" mit dem Schmidt-Römhild Technologiepreis ausgezeichnet und findet sich nun in den Ölbrennwertgeräten Öltherme® DUOCondens und Öltherme® Wärmezentrum wieder. Beide Geräte sind auf dem neuesten Stand der Technik, besonders benutzerfreundlich, geräuscharm und mit einem modernen Luft-Abgassystem ausgestattet.

Durch seine völlig neuartige Konstruktion sorgt der Blautherm® DUO für die spontane Vergasung des Heizöls. So wird die rückstandslose Verbrennung sichgerstellt. Durch den Einsatz des Blautherm® DUO reduziert sich außerdem der Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent im Jahr. Dies entspricht 150 - 300 kWh. Zudem wird der Ausstoß von schweren Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid bis an die Nachweisgrenze reduziert. Die Gesamtemissionen verringern sich um bis zu 50 Prozent.

Das eigene Haus, September 2006

Geben innovativer Technik eine  innovative Gestaltung: Prof. Ulrich Hirsch und Patric Moammer, der den

Kiel - Feuer und Flamme für die Umwelt: So wirbt Scheer, Produzent von Heizsystemen in Wöhrden/Dithmarschen. Innovative und umweltgerechte Technik anzubieten ist das eine - sie für Kunden erkennbar als Marke zu präsentieren, das andere. Welche Rolle das Design dabei spielt, zeigt die Zusammenarbeit von Scheer mit der Muthesius-Kunsthochschule Kiel.

Wirtschaft und Wissenschaft, beides hat Nicole Schroeter, Geschäftsführerin von Scheer, längst im Unternehmen zusammengebracht. Studierende der Kieler Fachhochschule forschen und arbeiten dort, mit der Hochschule Westküste wurde eine Lambda-Sonde entwickelt, die die Leistung einer Öltherme optimiert. Aber Gerätedesign ist Neuland. Schroeter erhofft sich davon die Stärkung der Marktposition.

Da sind einerseits die Wünsche der Kunden. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen ein Heizungsbrenner im Keller verbannt werden konnte. "Viele Neubauten haben keinen Keller, so dass unsere Geräte im Flur oder in der Küche stehen", sagt Schroeter. Etwas Schick kann also nicht schaden.

Ein professioneller Industriedesigner wie Prof. Ulrich Hirsch von der Muthesius-Kunsthochschule sieht die Angelegenheit aus einem anderen Blickwinkel. Für ihn sind Form und Funktion untrennbar miteinander verbunden. Geräte von Scheer würden in technischer Hinsicht im bundesweiten Vergleich wegen ihrer innovativen Technik Maßstäbe setzen. "Doch diese Qualität ist von außen bislang nicht erkennbar gewesen", erklärt Hirsch.
Was die äußere Form zum Ausdruck bringen kann, belegen die Entwürfe, die Hirsch zusammen mit Studierenden erarbeitet hat. Wobei der Phantasie Grenzen gesetzt waren. Schroeter: "Bestimmte Punkte haben wir vorgegeben: Etwa, dass zwei Hände genügen müssen, um den rund 100 Kilogramm schweren Brenner zu montieren." Klare Rahmenbedingungen gab es ebenso zur Schall- und Wärmeisolierung, zur Dichtigkeit. Darüber hinaus werden einige Bauteile eingekauft und müssen in die Formgebung integriert werden.

Drei der Entwürfe für die Öltherme wurden bei einem Besuch von Wirtschaftsminister Dietrich Austermann bei Scheer in Wöhrden prämiert. Marc Berends (1.Platz) hat die Technik hinter einer Metalltür verbannt, in deren unterstem Bereich nur eine kleine Leuchte die Betriebsbereitschaft anzeigt. Der Clou ist die Gestaltung der Tür: diese hat eine Prägung, die sich als S-förmige Linie erstreckt. Und diese symbolische Flamme kann als Markenzeichen fungieren, das sich auf alle Produktelemente übertragen ließe. Daniel Widmer ging mit seinem Alu-Bügelrahmensystem noch einen Schritt weiter: Er sieht darin nicht nur die Elemente der Öltherme wie Brenner und Speicher integriert, sondern auch eine Mikrowelle - ganz nach der Erkenntnis: Raus aus dem Keller, rein in die Küche.

Und werden die Entwürfe oder Teile davon umgesetzt? "Noch fehlen Zeichnungen und Berechnungen", sagt Schroeter. Aber es werde an den Ideen gefeilt und Kostenvoranschläge eingeholt. Mit einem neuen Design werden die Produktionskosten steigen. "Mehr als zehn Prozent darf das nicht sein", so Schroeter. Wenn das umsetzbar ist, heißt es ab Frühjahr nicht nur "Feuer und Flamme für die Umwelt", sondern auch für die gute Form.

nordClick/Kieler Nachrichten vom 29.06.2007, von Annemarie Heckman

Erfolgreich mit Duoblock (Foto: radk)

Wöhrden - Nicht alle Tüftler, die alles außer Hochdeutsch können, sitzen auf der schwäbischen Alb, wie ein Werbespot für Baden-Württemberg behauptet. Auch in Schleswig-Holstein gibt es Tüftler, die weit mehr als das Hochdeutsche beherrschen. Zum Beispiel in Wöhrden bei Büsum, diesseits des Deiches. Hier entwickelt und produziert die SCHEER Heizsysteme GmbH innovative Ölbrenner - und das seit 1953.

"Wir verfügen über einen enormen Erfahrungsschatz", meint Nicole Schroeter, Geschäftsführerin bei SCHEER. Einige der etwa 30 Beschäftigten, "Bastler und Tüftler", wie Schroeter sagt, arbeiten bereits seit 30 Jahren bei dem Hersteller von Heizsystemen. Nicole Schroeter selbst kam erst Anfang 2005 zu SCHEER, nachdem das Unternehmen ein Jahr zuvor aus einer Insolvenz heraus neu gegründet worden war. Der Neuanfang zeigt, dass das finanzielle Ende nicht das wirtschaftliche Ende sein muss. Dank neuer Vertriebsstrukturen und neuer Produkte stellte SCHEER sich neu auf, wie es aussieht mit Erfolg. "Der Schwerpunkt unseres Marktes liegt in Norddeutschland. Mittlerweile sind wir aber auch im Süden vertreten, vor allem in Bayern", berichtet Schroeter. Die Geschäftsführerin rechnet für das Unternehmen mit einem jährlichen Wachstum von zehn Prozent. Im Jahr 2005 erzielte SCHEER einen Umsatz von drei Millionen Euro.

Technisch baut SCHEER auf die Brennwerttechnik (siehe nebenstehendes Stichwort). "Wir setzen uns auf dem Markt von den Mitbewerbern dadurch ab, dass wir anders sind", erklärt Projektleiter Klaus Lüking. Denn während viele Konkurrenten Monoblock-Ölbrenner bauten, bei denen es nur einen Antrieb für die Luft- und Ölzufuhr in den Verbrennungsraum gebe, stelle man bei SCHEER Duoblock-Brenner her. Diese führen Luft und Öl mit zwei getrennten Antrieben dem Verbrennungsprozess zu. Diese Trennung erlaube einen flexiblen Einbau der Brennerkomponenten in den Heizkessel, so Lüking. Außerdem erreiche man bei den SCHEER-Brennern durch ein höheres Gemisch von Öl und Luft, das bei der Verbrennung durch eine blaue Flamme sichtbar werde ("Blaubrenner"), eine besonders saubere und effiziente Verbrennung. "Unsere Geräte erzielen Wirkungsgrade von 104 Prozent und eine Rußziffer von 0,0. Ruß-Emissionen sind somit nicht nachweisbar", betont Lüking.

Die Ölbrenner verkauft SCHEER zum einen an die Hersteller von Heizungskesseln wie VERITHERM, zum anderen an Heizungsinstallateure. Daneben kauft SCHEER auch selbst Komponenten zu und komplettiert diese mit den eigenen Ölbrennern zu Heizungsanlagen, den "Units", die dann direkt an die Installateure geliefert werden. Jährlich bis zu 3000 Ölbrenner und über 400 Units unterschiedlicher Bauart verlassen die Wöhrdener Produktionshallen.

Stichwort Brennwertnutzung

Es scheint, als setze die Brennwerttechnik die Gesetze der Physik außer Kraft: Brenner, die nach diesem Prinzip arbeiten, erreichen Wirkungsgrade von über 100 Prozent. Es wird bei der Verbrennung also scheinbar mehr Energie gewonnen, als im Brennstoff steckt. Aber eben nur scheinbar. Denn bei der Berechnung von Wirkungsgraden für Heizungen wird vielfach vom Heizwert der Brennstoffe ausgegangen, nicht von deren Brennwert. Der Brennwert ist aber ist die gesamte Energiemenge, die im Brennstoff enthalten ist und die bei einer vollständigen Verbrennung frei wird. Sie beinhaltet auch die Wärme, die im Wasserdampf steckt, der bei der Verbrennung entsteht. Der Heizwert dagegen berücksichtigt diese im Wasserdampf steckende Wärme nicht.

Die Brennwerttechnik gewinnt die im Wasserdampf enthaltene Energie, die "latente Wärme", durch Abkühlen (Kondensieren) zurück. Dadurch lässt sich die Energie des Brennstoffs nahezu vollständig nutzen. Aufgrund des unterschiedlichen Wassergehaltes sind das bei Erdgas bis zu elf Prozentpunkte und bei Heizöl bis zu sechs Prozentpunkte. Addiert man diese zusätzlichen Prozentpunkte dem auf den Heizwert bezogenen Wirkungsgraden hinzu, kommt es zu den kuriosen Werten über 100 Prozent.

weitere Informationen zum Thema Ölbrennwerttechnik

nordClick/Kieler Nachrichten vom 18.07.2006, von Jörn Radtke

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