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Landesregierung veranstaltet in Husum Messe mit "Innovationen zum Begreifen"

Das Unternehmen aus Wöhrden hat den kleinsten Ölkessel der Welt entwickelt und stellt ihn in Husum vor. „2011 haben wir zuerst sechs Lotsenschiffe und einen Eisbrecher mit der raumsparenden Technologie ausgestattet", berichtet Nicole Schroeter, Geschäftsführerin der SCHEER Heizsysteme GmbH. In diesem Monat erfolgt nun die Markteinführung für den Hausbedarf.


Das 6 kW-Gerät sei um zwei Drittel kleiner als die Geräte der Mitbewerber, betont der für Forschung und Entwicklung zuständige Bernd Meyer nicht ohne Stolz. Es ist für kleinere Niedrigenergiehäuser geeignet. Die erste Herausforderung war es, die Flamme zu kürzen.
Dies gelang durch den Bau einer besonders kleinen Öldüse. Zu den Innovationen gehören dank zwei eigener Labore und Kooperation mit Zulieferern und Hochschulen aber auch eine vollständig schadstofffreie Verbrennung, der erste gehäuselose Brenner, eine selbstüberwachende Gebläsesteuerung und nanobeschichtete Flammenrohre. Durch zweistufige Brenner reduziert sich der Ölverbrauch weiter. Die Komponenten werden in Wöhrden zusammengebaut und voreingestellt. Regelmäßig kommen Heizungsinstallateure aus ganz Deutschland zur Schulung her.


Innovative Technologien und die Integration älterer und behinderter Menschen schließen sich nicht aus: Das beweist eindrucksvoll die SCHEER Heizsysteme & Produktionstechnik GmbH in Wöhrden (Kreis Dithmarschen). Das Unternehmen entwickelt und produziert energieeffiziente Heizsysteme und hat auf der internationalen Messe für Heiztechnik ISH in Frankfurt mit dem weltweit kleinsten Ölbrenner-Kessel auf sich aufmerksam gemacht. Nur 50 mal 38 mal 52 Zentimeter groß und mit einer Leistung von sechs Kilowatt ist sein Einsatz bereits bei modernen Yachten seit zwei Jahren erprobt. „Wir arbeiten schon an einer Weiterentwicklung für den Hausbedarf und bringen das Produkt im Juli 2011 auf den Markt“, berichtet die 30-jährige SCHEER-Geschäftsführerin Nicole Schroeter. Durch bessere Baustoffe und den Einsatz regenerativer Energien bei Gebäuden werden kleinere Leistungen in der Heiztechnik sinnvoll, fügt sie hinzu.

Beitrag zum Klimaschutz

Der kleinste Brenner arbeite nach der Zerstäubungstechnik und habe eine neue intelligente Regelung für das Luftgebläse, wodurch er beste Verbrennungs- und Abgaswerte bei einer Flammentemperatur von bis zu 1450 Grad Celsius erreiche. „Mit unserer Innovation leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, denn bei der TÜV-Zertifizierung lagen die Immissionswerte weit unter den zulässigen gemäß Bundesimmissionsverordnung“, freut sich Schroeter.

 

Ausgewählter Ort 2011 im Land der IdeenÜberreichung der Urkunde "Land der Ideen" von Herr Peter Harry Carstensen an Geschäftsführerin Frau Schroeter

An diesem Erfolg sind insgesamt 20 Mitarbeiter beteiligt. Ein Drittel von ihnen sind Menschen mit Behinderungen und ein Viertel ist älter als 50 Jahre. Seit 2004 ist SCHEER ein Integrationsunternehmen und die Zeit hat gezeigt, dass sich Inklusion und Innovation nicht widersprechen. Für diesen konsequenten sozialen Einsatz ist das Unternehmen jetzt als „Ausgewählter Ort 2011 im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden. 2600 Bewerber gab es in diesem Jahr für den Innovationswettbewerb der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft. In Schleswig-Holstein haben sich sechs Orte durchgesetzt. „Mit unserer Auswahl freuen wir uns, den Preis nach Dithmarschen geholt zu haben, übrigens als einziges Industrieunternehmen unseres Bundeslandes“, sagt Schroeter nicht ohne Stolz.

Nanotechnologie in Heizsystemen

Das 1953 gegründete Unternehmen ist in der Vergangenheit schon mehrmals Vorreiter gewesen - so 1974 mit dem ersten Gasgebläsebrenner - und erhielt 1983 für einen Ölbrenner weltweit das erste Umweltzeichen „Der Blaue Engel". Firmengründer Rudolf Scheer hatte zahlreiche Patente angemeldet. „Dieser Geist ist in der Firma geblieben“, betont Schroeter und so werde weiter an einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Heiztechnik gearbeitet. „Mit neuen Technologien können wir auf dem Markt bestehen. Deshalb betreiben wir Forschung auch in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen des Landes“, erklärt Schroeter. Anfang letzten Jahres erhielt SCHEER zusammen mit der Fachhochschule Kiel in einem bundesweiten Wettbewerb den Zuschlag vom Bundesforschungsministerium, Nanotechnologie in der Heizungstechnik zu erforschen und einzuführen. Eine Beschichtung mit Nanopartikeln soll die Effizienz des Materials erhöhen und gleichzeitig Kosten senken. Hauptsächlich geht es dabei um Flammenrohre, die sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Derzeit laufen bei SCHEER erste Langzeittests. Dieses Projekt wird im Februar 2012 abgeschlossen sein


Quelle: Wirtschaftsland-sh.de, 12.7.2011

In Dithmarschen wird eine neue Technik der Kieler Fachhochschule getestet

Wöhrden. Besonders spektakulär sieht das weiß getüchte Flammenrohr nicht aus. Ist es aber. Das Rohr, das in einem Heizkessel eine Temperatur von über 1000 Grad aushalten muss, ist mit einer Schicht überzogen, die auf Nanopartikeln basiert. Bereits seit Januar dieses Jahres laufen bei der SCHEER Heizsysteme und Produktionstechnik GmbH in Wöhrden (Kreis Dithmarschen) Langzeitversuche. Mit Erfolg. Der Dauereinsatz des Heizkessels habe bisher sehr gute Wärmeeigenschaften bei dem beschichteten Flammenrohr nachgewiesen, betont Geschäftsführerin Nicole Schroeter. Nanotechnologie gilt als Zukunftstechnologie schlechthin. Prognosen gehen von einem weltweiten Marktpotenzial von bis zu einer Billion Euro im Jahr 2015 aus.

Die Firma SCHEER hat sich auf einen Brenner mit blauer Flamme spezialisiert. Der Vorteil liegt in der sehr hohen Temperatur der Flamme von rund 1500 Grad und dem damit verbundenen geringen Ausstoß an Schadstoffen sowie hoher Energieeffizienz.

Jedoch hält dies nur extrem hochwertiger Stahl, wie er auch in Flugzeugturbinen verwendet wird, aus. Die Idee von Professor Mohammed Es-Souni von der Fachhochschule Kiel war, Nanopartikel als Wärme- und damit als Schutzschicht zu verwenden, sodass auch günstigere Materialien in den Hochtemperatur-Brennern eingesetzt werden können.

Das deutschlandweit einmalige Verfahren, das als Patent angemeldet wurde, basiert auf einer gelartigen Lösung. Verwendet wird dafür ein sogenanntes Sol, das mit einem herkömmlichen Nanopulver aufgefüllt wird. „Beim Auftragen dieses Gemisches auf das Rohr wirken die Nanoteilchen des Sols wie ein Klebstoff zwischen den Nanopulverteilchen“, erklärt der Wissenschaftler aus Kiel. Damit entsteht eine festhaftende und widerstandsfähige Keramikschicht, die selbst bei der Ausdehnung des Metalls keinen Schaden nimmt. Bisher habe dies noch niemand geschafft, sagt Es-Souni ohne Stolz. Was sich einfach anhört, ist eine komplizierte Technologie. „Dafür ist sehr viel Wissen notwendig.“

Eingesetzt werden kann dieses Verfahren aus Sicht des Wissenschaftlers nicht nur im Heizungsbereich, sondern überall dort, wo große Hitze entsteht und teure Materialien verwendet werden müssen. Auch ein Einsatz als Korrosionsschutz bei kleineren Teilen im Offshore-Bereich kann sich Es-Souni gut vorstellen.

Ein Jahr läuft das Forschungsprojekt noch. In dieser Zeit werden Untersuchungen durchgeführt, um nachzuweisen, ob als Nebeneffekt des Nanopartikel-Einsatzes im Heizkessel auch Stickoxide abgebaut werden. Zudem wird das ganze Verfahren von der Firma Nanoproofed in Scharbeutz noch für die Serienfertigung angepasst. Mit den bisherigen Ergebnissen ist Geschäftsführerin Nicole Schroeter mehr als zufrieden. „Wir verbessern damit unsere Materialeigenschaften und halten so für unsere Kunden eine innovative Technologie in der Hand, die uns von anderen Konkurrenten absetzt.“

Text von Angela Schmid

Pressebericht als PDF:

PDF 20.05.2011, Kieler Nachrichten

Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung in den Betrieb zu integrieren, gehört zum Konzept der SCHEER Heizsysteme und Produktionstechnik GmbH in Wöhrden (Kreis Dithmarschen). 20 Mitarbeiter werden in dem innovativen Betrieb beschäftigt – sieben davon mit Handicap. Viele von ihnen waren vorher arbeitslos. Auch Mitarbeiter über 50 sind bei SCHEER keine Seltenheit.

„Wir brachen das Wissen und die Erfahrung der älteren Generation“, erklärt Geschäftsführerin Nicole Schroeter (30). Für das soziale Engagement ist das kleine Unternehmen von der Initiative „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden.

Unterschiede zwischen den Mitarbeitern werden bei SCHEER nicht gemacht. Leistung, so die Geschäftsführerin, müssten alle bringen, denn es geht um Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Probleme gibt es damit nicht. Im Gegenteil: „Man merkt, dass die Mitarbeiter sehr stolz sind, hier eine vollwertige Arbeit ausführen zu können“, berichtet Schroeter. Selbst die Ausbildung eines schwerbehinderten Mitarbeiters zum Mechatroniker funktionierte reibungslos.

Mitte 2004 übernahm ein privater Investor aus der Insolvenz die 1953 in Wöhrden gegründete SCHEER Heiztechnik GmbH. Nicole Schroeter wurde als Geschäftsführerin berufen, um das Unternehmen in die Gewinnzone zu bringen. Die neue SCHEER Heizsysteme & Produktionstechnik GmbH wurde gegründet und ging als Integrationsunternehmen an den Markt.

Inzwischen ist die Firma in ruhige Gewässer gesteuert. „Seit 2006 erzielen wir mit unseren Produkten einen guten Umsatz“, sagt Schroeter. Zugpferd ist die Blautherm Duo-Brenner-Technologie. Das Besondere dieses Ölbrenners die „Blaue Flamme“, die aufgrund der extremen Temperatur von rund 1.450 Grad eine vollständige und vor allem spontane Vergasung des Brennstoffs erreicht. Dies erhöht den Wirkungsgrad und verringert den Ausstoß von Schadstoffen. Hinzu kommen zwei Wärmetaucher, die mit einer sogenannten Brennwerttechnologie die Abwärme der Abgase besser nutzen und so den Energieverbrauch noch weiter reduzieren. Öleinsparungen von bis zu 20 Prozent gegenüber konventionellen Lösungen seien möglich.

Stolz sind die Geschäftsführerin und Bernd Meyer, Leiter der Abteilung für Forschung und Entwicklung, auf das jüngste Produkt. „Wir haben den weltweit kleinsten Kessen entwickelt“, erklärte der Abteilungsleiter. Mit einer Leistung von sechs Kilowatt soll er vor allem dort eingesetzt werden, wo Kompaktbauweise wichtig ist – wie auf Yachten.

Genau wie seine großen Brüder soll der 35 mal 35 mal 21 Zentimeter kleine Kessel klimaschonend arbeiten und kaum Schadstoffe in die Umwelt pusten. „Wir haben dafür Präzisionsdrehteile entwickelt, die auf ein Hundertstel genau sind“, so Meyer. Eine spezielle Mischeinrichtung setzt Öl und Luft in ein optimales Verhältnis.

Im Sommer soll die Innovation auf den Markt kommen. Interesse gebe es weltweit, so Schroeter, die den Kessel kürzlich auf der Internationalen Messe für Sanitär, Heizung und Klima ISH in Frankfurt vorstellte: „Umweltaspekte spielen im Heizungsmarkt eine immer größere Rolle und dafür sind zunehmend innovative Produkte gefragt.“ Auch am Einsatz in Einfamilienhäusern wird gearbeitet.

Das Unternehmen beschäftigt sich zudem mit Nanotechnologie. Gemeinsam mit der Fachhochschule Kiel hat SCHEER eine Ausschreibung des Bundesforschungsministerium gewonnen und arbeitet an der Beschichtung von Komponenten, um die Materialeffizienz in der Heiztechnik zu erhöhen. „Auch hier wollen wir weit vorne mitspielen“, bekräftigt Nicole Schroeter mit Blick auf die technologische Zukunft.

Text von Angela Schmid

Pressebericht als PDF:

PDFWirtschaft zwischen Nord- und Ostsee Ausgabe Juni 2011

vom 16.9.2011

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